Rasant bewegten sich Ball und Spieler von einer Spielfeldhälfte in die andere. Gekonnt nahmen die Fußballer den Ball ab, passten ihn zu Kollegen, bevor wieder jemand aus der gegnerischen Mannschaft in einem raffinierten Manöver den Ball ergatterte. Spannung lag in der Luft beim Fußballturnier, zu dem proviel nach Haan eingeladen hatte. Im Unterschied zu manch anderem Turnier wurde hier jedoch jedes Tor und jede besondere fußballerische Leistung von allen bejubelt. „Es macht einfach Spaß, auch einmal gegen andere Teams anzutreten“, sagte proviel-Teilnehmer René Neuhoff. Gespielt wurde in Zehn-Minuten-Sätzen jeder gegen jeden – insgesamt 21 Matchs. Am Ende hatten alle manche Spiele gewonnen und manche verloren.
Gleich sieben Mannschaften waren diesmal dabei: Neben Gastgeber proviel spielten Teams von Hof Sondern, der Graf Recke Stiftung, den WFB Mettmann und WfaA Düsseldorf, die gleich mit drei Mannschaften angereist waren. „Wir haben eine Turniermannschaft, die von einem Profi trainiert wird, und einen Spaßkurs. Außerdem wollten so viele Gruppenleiter mitmachen, dass wir für sie eine eigene Mannschaft gegründet haben“, erklärte Manuel Bark von den WfaA Düsseldorf. Bei manchen Mannschaften sprangen auch proviel-Sportler ein, wenn diese zu wenig eigene Leute hatten. Denn von proviel waren zwölf Sportbegeisterte plus drei Fachkräfte beim Turnier. Insgesamt waren fast 70 Sportler in der Halle. Auf den Stufen saßen auch einige Schlachtenbummler, die eifrig anfeuerten.
„Anfangs war ich nervös, weil so viele Männer bei den Gegnern spielen – aber jetzt macht es richtig Spaß“, sagte Tanja Lenertz. Sie hatte als Jugendliche Fußball trainiert und ist erst vor kurzem wieder eingestiegen. Für Nihad Kastrati war es das letzte Turnier vor der Rente. Doch er wollte gerne noch einmal bei dieser Veranstaltung mit dem besonderen Zusammenhalt dabei sein. Max Rabichev ist ein versierter Fußballer und fand: „Hauptsache Spaß und keine Verletzung.“
„So viele Mannschaften wie diesmal hatten wir noch nie“, freute sich Organisator Eric Fentrohs. Der Anleiter aus der Haustechnik trainiert alle zwei Wochen die proviel-Fußballmannschaft. Er hatte das Turnier bewusst in den Winter gelegt, wo es weniger Konkurrenzveranstaltungen gibt. „Wir haben vorher extra ein paar Spielzüge trainiert“, berichtete René Neuhoff. Von der Intensität des Spiels müsse man sich bei den kurzen Zehn-Minuten-Matches jedoch umstellen. Das gelang den Sportlern hervorragend. Und von der Tribüne waren immer wieder anfeuernde Rufe zu hören: „Schön!“ „Einer absichern!“ „Verteilt euch ein bisschen!“ „Gut gemacht!“





















