Sven Beiser erzählte Teilnehmenden aus der Trainings- und Qualifizierungsmaßnahme Train2Be im Auftrag der Jobcenter Wuppertal AöR von seinem Werdegang. Ein ganz besonderer Moment und eine gute Übersetzung des wertvollen Peer-Gedankens bei forum und proviel.
„Gehen Sie Ihren Weg!“, bat Sven Beiser eindringlich bei seinem Vortrag vor Teilnehmenden aus der Abteilung provieliert an der Farbmühle 8a. Sehr persönlich erzählte er von seinem Weg innerhalb der Maßnahme bei forum, wo er 2023 angefangen hat und hin zu einem beantragten Platz in der Beruflichen Bildung der proviel GmbH: „Vorher war ich ein Kotzbrocken. Aber ich habe eine Entwicklung gemacht. Irgendwann hat es Klick gemacht und ich habe begriffen, dass mir die Menschen hier helfen wollen.“
Er ergriff dann die Möglichkeiten, die ihm im Haus forum/proviel angeboten. „Hier gibt es tolle Fördermöglichkeiten“, betonte Sven Beiser. „Wenn man sagt, man möchte etwas machen, werden einem hier die Türen geöffnet.“ Er riet dazu, einfach einmal ein Praktikum auszuprobieren. „Ein Praktikum ist die beste Werbung, die man für sich machen kann.“ So, wie er damals ein Praktikum im PIKSL Labor begonnen hatte, und dort seinen Traumjob gefunden hat. „Meine Tätigkeit bei PIKSL macht mir Spaß, ich finde es schön, den Leuten etwas beizubringen.“ Diese Zufriedenheit und die Gespräche mit den Fachkräften haben ihn psychisch stabilisiert. Er kann nun problemlos vor 30 Menschen reden, die bei der Veranstaltung alle gebannt zuhörten.
Auch die Gesprächsbereitschaft des Fachpersonals führte Sven Beiser an, die in neuen beruflichen Situationen immer hilfreich sei. Jederzeit habe er Gehör gefunden, wenn er Sorgen oder ein Problem hatte. Das habe ihn ermutigt, neue Schritte zu gehen. „Ihr werdet immer begleitet“, motivierte er sein Publikum. Auch gegenüber dem Jobcenter sei es sinnvoll, Schritte wie ein Praktikum oder ein Zertifikat (etwa den Staplerschein) nachweisen zu können.
Ingo Meier, Abteilungsleiter provieliert, stimmte ihm zu: „Man sollte nicht die ganze Zeit nur in einer Abteilung verharren. Lassen Sie Ihre Maßnahmezeit nicht verstreichen!“ Kamila Smilgin bekräftigte: „Erproben an anderen Stellen ist Gold wert. Und überall gibt es Fachkräfte, die Sie unterstützen.“ In der anschließenden Fragerunde zeigten sich die Zuhörenden durchaus überzeugt. Ob man auch in einer Apotheke ein Praktikum machen könne, wollte etwa jemand wissen. Er wurde ans Inklusionsteam verwiesen, das versucht, jeden Wunsch umzusetzen. „Die Leute sollten weiterdenken, statt nur bei proviel zu bleiben“, bekräftigte eine Maßnahmeteilnehmerin.












