Neue Energie durch weniger Kilos

Marcel Kolke hat 130 Kilo abgenommen und dadurch neue Freude am Leben gewonnen.

Wenn er an frühere Zeiten zurückdenkt, ist Marcel Kolke erleichtert über seine Veränderung: Vor vier Jahren wog er noch 200 Kilo, konnte nur mit Mühe und nur kurze Strecken laufen. Gesundheitliche Probleme begleiteten ihn, die in einem Mikro-Schlaganfall gipfelten. Dann fasste Marcel Kolke eines Tages den Entschluss, seine Persönlichkeit zu verändern.

Er organisierte sich Termine bei Ärzten und beim Psychiater und schaffte es in kurzer Zeit, zwölf Kilo abzunehmen. Das war die Voraussetzung für eine Operation für einen Omega-Loop-Magenbypass. Dadurch kann er nur kleine Mengen auf einmal essen. Heute achtet der 46-Jährige sehr genau auf seine Ernährung: Er isst viel Gemüse und Proteine, wenig Fett, und bereitet sich seine Mahlzeiten frisch und gesund zu. Jetzt wiegt er nur noch 67 Kilo und hält dieses Gewicht. „Ich muss noch ein Jahr und zwei Monate schaffen, dann wird meine Haut in einer Nach-OP gestrafft“, freut er sich schon.

Doch es ist nicht nur das Aussehen, mit dem Marcel Kolke zufriedener ist. „Ich gehe jetzt viel spazieren, oft 30.000 Schritte an Tag“, berichtet er stolz. Als nächstes Ziel hat er sich gesetzt, auch einmal zu joggen. Er möchte eines Tages im Team proviel beim Schwebebahnlauf mitlaufen. Die neue Energie bewirkt viel Positives: Er achtet auf sein Äußeres, geht regelmäßig zum Friseur, kauft sich Kleidung und Schmuck im „Germanen-Stil“.  „Früher herrschte in meiner Wohnung immer Chaos, jetzt räume ich alles ordentlich auf und putze regelmäßig.“ So fühlt er sich auch wohler dort.

Stabilität gibt ihm auch seine Arbeit im CAP-Markt, die er sehr schätzt. Er berät gerne die Kunden, hilft beim Suchen nach Artikeln und hat auch die ersten Teilqualifizierungen bereits erfolgreich geschafft.

„Beeindruckende Entwicklung“
Marion Kuhl, Fachkraft im Betreuten Wohnen, freut sich sehr über diese Entwicklung: „Es ist wirklich beeindruckend, wie Herr Kolke das durchgezogen hat, mit sehr viel Eigeninitiative. Er macht das sehr gewissenhaft und selbständig.“ Seine Schwester, eine gute Bekannte und sein Onkel haben ihn vor und während der OP sehr intensiv unterstützt. Jetzt, da es Marcel Kolke so gut geht, kauft für den Onkel ein, trägt der Schwester schwere Taschen. Marion Kuhl, die häufig mit ihrem Klienten in den Supermarkt geht, sieht auch da den Unterschied: „Statt zu Cola greift er jetzt zu Wasser mit Geschmack und zu Gurken und Tomaten.“ Auch Marcel Kolke schätzt die Gespräche und den Rückhalt seiner Bewo-Fachkraft.

Seinen Weg möchte er anderen mit ähnlichen Problemen ans Herz legen: „Es ist ein Einschnitt und verändert das Leben total: Ihr geht mehr raus und trefft mehr Freunde. Mann muss jeden Tag dafür kämpfen – aber das Leben ist so schön dadurch!“